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Erfolgsaussichten eines Einspruchs bewerten

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Dieser Artikel erläutert die Erfolgsaussichtsbewertung, die MobilityManager erstellt, wenn Sie einen Einspruch gegen ein Strafmandat starten, und wie Sie sie nutzen, um zu entscheiden, ob Sie fortfahren.

Woher die Bewertung stammt

Wenn Sie einen Einspruch mit der Aktion zum Starten eines Einspruchs beginnen und das Mandat über die erforderlichen Angaben verfügt, gibt das System eine Erfolgsaussichts-Einstufung und eine kurze Begründung zusammen mit dem neuen Einspruchsentwurf zurück. Sie hat beratenden Charakter: Sie hilft Ihnen, die Chancen des Einspruchs abzuwägen, entscheidet aber nichts und reicht auch nichts in Ihrem Namen ein. Für die Ausführung ist die Berechtigung strafmandate:view erforderlich.

Wie die Einstufung abgeleitet wird

Die Einstufung basiert auf der Höhe des auf dem Mandat erfassten Bußgeldes:

BußgeldbetragErfolgsaussichts-Einstufung
Bis 100 EURhoch
Über 100 bis 200 EURmittel
Über 200 EURniedrig

Die Begründung, die die Einstufung begleitet, umfasst die betrachtete Verstoßart, den aktuellen Bußgeldbetrag in Euro und eine Aussage zur Beweislage, die zur Einstufung passt — zum Beispiel, dass die Beweislage einen starken Einspruch stützt (hoch), eine mittlere Chance bietet (mittel) oder eine geringe Erfolgschance hat (niedrig).

Wenn die automatische Bewertung nicht ausgeführt werden kann

Die Bewertung benötigt ein vollständiges Mandat: einen Tatzeitpunkt, einen Ort und einen Bußgeldbetrag größer als null. Fehlt eines davon, wird der Start mit VIABILITY_INSUFFICIENT_DATA und der Meldung „Viability assessment could not be completed with available data“ blockiert.

Hinweis: In dieser Situation setzt die Antwort manuelle Entscheidung erlaubt auf „wahr“. Dies signalisiert, dass ein berechtigter Nutzer, weil das System keine Einstufung berechnen konnte, dennoch nach eigenem Ermessen entscheiden darf, den Einspruch weiterzuverfolgen, nachdem er die Angaben des Mandats vervollständigt hat. Ist die Eingabe vollständig und wird eine Einstufung erzeugt, ist „manuelle Entscheidung erlaubt“ falsch, weil eine automatische Einstufung verfügbar ist.

Das Ergebnis nutzen

  1. Lesen Sie die Einstufung und die Begründung, die beim Starten des Einspruchs zurückgegeben werden.
  2. Gleichen Sie den Bußgeldbetrag und die Verstoßart mit dem zugrunde liegenden Mandat ab.
  3. Entscheiden Sie, ob Sie den Einspruch einreichen oder ihn als Entwurf belassen. Eine niedrige Einstufung ist ein Warnhinweis, keine Sperre — Sie können dennoch einreichen, wenn Sie stichhaltige Gründe haben.
Tipp: Die Einstufung spiegelt nur den Bußgeldbetrag und die heuristische Bewertung der Beweislage wider. Ziehen Sie bei Grenzfällen zusätzlich die Fristen des Mandats und Ihre eigene Kenntnis der Sachlage heran, bevor Sie sich festlegen.

Nachdem Sie entschieden haben

Wenn Sie fortfahren möchten, reichen Sie den Einspruchsentwurf ein, sodass er in den Status Behördenantwort ausstehend übergeht. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, lassen Sie den Entwurf einfach bestehen; bis Sie einreichen, wird nichts an die Behörde gesendet.

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AH
Geschrieben von Alexander Hagemann
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