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Netzwerk, Ports und Firewall: Welche Verbindungen nutzt FMWeb?

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Modul: Hintergrundwissen / IT & Technik

Zielgruppe: IT-Administratoren, Netzwerk- und Firewall-Verantwortliche

Stand: FMWeb 10.7.2 (ZIP-Deployment)

Dieser Artikel listet alle Netzwerkverbindungen auf, die ein FMWeb-Server nutzt – eingehend wie ausgehend – und liefert die Grundlage für Ihre Firewall-Freigaben. Überblick über die Architektur: Artikel 142.

<!-- Portal-Redaktion: Abbildung kb/bilder/143-netzwerk-ports-firewall.svg an dieser Stelle einfügen. -->

Eingehende Verbindungen (zum FMWeb-Server)

PortProtokollQuelleZweck
9998/TCPHTTP + WebSocketBrowser der Anwender und Fahrer (LAN/VPN bzw. Reverse Proxy)Die Webanwendung selbst – Standard-Port, konfigurierbar
frei wählbarHTTPSBrowserNur wenn Sie selbst einen HTTPS-Endpunkt mit Zertifikat konfigurieren oder einen Reverse Proxy vorschalten
  • Der Port wird in der appsettings.json unter Kestrel:Endpoints:Http:Url festgelegt (Standard http://*:9998).
  • Unter http://<server>:9998/health antwortet ein einfacher Health-Check (HTTP 200), geeignet für Ihr Monitoring.
  • FMWeb legt keine Firewall-Regeln selbst an. Für den Zugriff aus dem Netzwerk geben Sie den Port in der Windows-Firewall frei:
New-NetFirewallRule -DisplayName "FMWeb" -Direction Inbound -Protocol TCP -LocalPort 9998 -Action Allow

Anforderungen an Reverse Proxy und Firewall

Blazor Server hält pro Browser-Sitzung eine dauerhafte WebSocket-Verbindung (Artikel 124). Ein vorgeschalteter Proxy (IIS ARR, nginx, …) muss daher:

  • WebSockets durchleiten (Upgrade-Header),
  • langlebige Verbindungen zulassen (Leerlauf-Timeout ≥ 5 Minuten; FMWeb sendet alle 15 Sekunden Keep-Alives),
  • X-Forwarded-For und X-Forwarded-Proto setzen – FMWeb wertet diese Header aus, u. a. für die Begrenzung von Anmeldeversuchen pro Absender-IP,
  • bei HTTPS-Terminierung die Anfragen unverändert an http://<server>:9998 weiterreichen.

Ausgehende Verbindungen (vom FMWeb-Server)

ZielPortProtokollWann
Ihr SQL Server1433/TCP (benannte Instanzen zusätzlich UDP 1434)TDS (TLS-verschlüsselt)immer – Systemdatenbank und Mandanten-Datenbanken
Dokumentenablage / UNC-Freigaben445/TCPSMBwenn DMS-Pfade oder Import-Ordner auf Freigaben zeigen
Ihr Mail-Server587/TCP (empfohlen) oder 25/TCPSMTP, STARTTLSwenn der E-Mail-Versand eingerichtet ist (Artikel 01); implizites TLS auf Port 465 wird nicht unterstützt
Ihr Mail-Server (Postfach)993/TCPIMAP über SSL/TLSwenn der DKV-Postfach-Import aktiv ist (Artikel 09)
api-fmweb-prod.cloudkasten.net443/TCPHTTPSimmer – Lizenzprüfung (alle 20 Minuten) und Updates-Seite (Artikel 146)
my.fleet-id.de, api.fleet-id.de443/TCPHTTPSnur bei aktiver FleetSync-/Führerscheinkontroll-Kopplung (Artikel 116)
map.yellowfox.de443/TCPHTTPSnur bei aktiver YellowFox-Telematik (Artikel 117)
Ihr SSO-Identity-Provider443/TCPHTTPSnur wenn Single Sign-On (OpenID Connect) aktiviert ist (Artikel 115)
go.microsoft.com, download.microsoft.com443/TCPHTTPSnur einmalig, falls der Einrichtungsassistent SQL Server Express installieren soll
UTA-FTP-Server (exgate.uta.com)21/TCP + Passiv-PortsFTP/FTPSUTA-FTP-Automatik – derzeit nicht aktiv; die Freigabe wird erst mit einer künftigen Version benötigt

Hinweise:

  • Die SQL-Verbindung ist mit aktuellen Treibern standardmäßig TLS-verschlüsselt; im Auslieferungszustand mit TrustServerCertificate=True (Zertifikat wird nicht geprüft). Für eine verifizierte Verbindung hinterlegen Sie ein vertrauenswürdiges Zertifikat am SQL Server und entfernen den Schalter aus den Verbindungszeichenfolgen.
  • Liegen FPSystem und die Mandanten-Datenbanken auf derselben SQL-Instanz (Normalfall), ist kein MSDTC nötig. Nur bei getrennten Instanzen wäre für den Tankkarten-Import verteilte Transaktionskoordination (RPC 135 + dynamische Ports) erforderlich.
  • Alle Integrations-Verbindungen (fleet-id, YellowFox, DKV, UTA) entstehen ausschließlich, wenn Sie die jeweilige Funktion lizenziert und konfiguriert haben.

Verbindungen der Browser (nicht des Servers)

Diese Ziele ruft der Browser des Anwenders auf, nicht der FMWeb-Server – relevant für Proxy-Freigaben an den Arbeitsplätzen:

ZielZweck
support.cloudkasten.netSupport-Portal, über den Menüpunkt „Support" (Artikel 17)
flottenmanager.net, www.ksoft.atProdukt-/Herstellerseiten (Verlinkungen)
fleet-id-Login-LinksNur in Erinnerungs-E-Mails der Führerscheinkontrolle per fleet-id

Die Weboberfläche selbst lädt alle Skripte, Stylesheets und Schriftarten vom FMWeb-Server – es gibt keine CDN- oder Drittanbieter-Einbindungen.

Keine Telemetrie

FMWeb sendet keine Nutzungsstatistiken, Diagnosedaten oder Fehlerberichte an den Hersteller. Die einzige wiederkehrende Internet-Verbindung ist die Lizenz-/Update-Kommunikation mit api-fmweb-prod.cloudkasten.net; welche Daten dabei übertragen werden, beschreibt Artikel 146.

Häufige Fragen

Braucht der FMWeb-Server zwingend Internet-Zugang? Für den laufenden Betrieb wird nur api-fmweb-prod.cloudkasten.net (Port 443) benötigt. Ist der Dienst vorübergehend nicht erreichbar, bleiben die zuletzt registrierten Lizenzen unverändert bestehen; die Prüfung holt der Server bei der nächsten erreichbaren Gelegenheit nach.

Können wir FMWeb aus dem Internet erreichbar machen? Ja – über Ihre eigene Infrastruktur (Reverse Proxy mit TLS, VPN oder Ihr bevorzugtes Publishing). Beachten Sie die WebSocket-Anforderungen oben. FMWeb bringt bewusst keinen eigenen Fernzugriffs-Tunnel mit.

Welche Ports muss ich mindestens freigeben? Eingehend 9998/TCP aus dem Anwender-Netz; ausgehend 1433/TCP zum SQL Server und 443/TCP zu api-fmweb-prod.cloudkasten.net. Alles Weitere hängt von den aktivierten Funktionen ab (Tabelle oben).

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Geschrieben von Alexander Hagemann
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